Produkttest

Ferdinand’s Dry Gin Quince: Gin mit Riesling-Infusion und Quitte

Gin ist immer noch im Trend und die Vielfalt auf dem Markt ist mittlerweile geradezu erschlagend. Man kann es nun verteufeln, wenn das Gin Angebot sich immer weiter vom klassischen London Dry Gin entfernt… muss man aber nicht. Ich bin durchaus offen für neue Kreationen. Deswegen habe ich auch in diesem Jahr das Gin Festival in Hamburg besucht und dort einige leckere (zugegeben auch weniger leckere) Gins probiert. Unter den vielen Gins stachen auch die Gins aus von Ferdinand’s aus dem Saarland heraus. Grund genug für mich, dem Ferdinand’s Dry Gin mit Quince* (Quitte) noch einen Bericht zu widmen. Im Test kann dieser spezielle Gin mit 30% Alkohol zeigen, was er kann.

Produktinformationen

Die Basis für diesen Gin ist, wie auch beim „normalen“ Ferdinand’s Dry Gin*, ein Gin, der mit einer Riesling-Infusion (2011er Rausch Kabinett) hergestellt wird. Neben den klassischen Botanicals, die im Einzelnen natürlich geheim sind, ist die zentrale Zutat sicherlich die Birnenquitte, die den Ferndinand’s Dry Gin Quince zu einem besonderen Gin macht. Die Quitte wird dabei mazeriert, d. h. die Süße, die der Quitten-Gin erhält, wird nicht durch extra Zusatz von Zucker erreicht, sondern kommt direkt aus der Frucht. Mit dieser fruchtigen Komponente wird der Quitten-Gin zu einer interessanten Alternative zum bekannten Schlehen-Gin.

In Anlehnung an die Weintradition des Saarlandes kommt der Ferdinand’s Dry Gin Quince mit einem Korken, was auch das klassische Flaschendesign unterstreicht. Die goldgelbe Farbe deutet schon darauf hin, dass dieser Gin etwas ganz besonderes ist. Für die 0,5l Flasche werden etwa 30,- € fällig*.

Geschmack im Test

Aus der geöffneten Flasche strömt intensiv-fruchtiger Duft, der intensiv die Aromen der Quitte in den Vordergrund spielt, aber auch frisch ist. Beim Probieren des Quitten-Gin wird es dann aber komplexer: Hier mischt sich die Süße der Quitte mit den 30 Botanicals, die im Ferdinand’s Dry Gin Quince stecken. Im Vergleich zu einem „normalen“ Gin mit z. T. deutlich mehr Alkoholgehalt, ist der Quitten-Gin recht mild, hat aber dennoch die richtige Schärfe, um pur verträglich, aber nicht langweilig zu werden. Auch Wacholder ist zu schmecken, wenngleich sich die fruchtig-süßen Noten im Abgang besonders gut halten.

Fazit

Der Ferdinand’s Dry Gin Quince* ist für mich ein toller Gin, den man pur trinken, aber auch mischen kann. Für mich hat sich hier ein klassisches Tonic (wie Fever Tree Indian Tonic*) bewährt, das die Aromen gut unterstützt. Für mich ist dieser Gin besonders erfreulich, weil die Kombination mit Quitte einfach gut funktioniert und das Zeug zum Klassiker hat, während ich bei anderen neuen Kombinationen vielfach den Eindruck habe, dass diese nicht so gut harmonieren. Dieser Gin schmeckt vielleicht nicht unbedingt jedem, dürfte aber (wie ein Amazon-Kunde schreibt*) inbesondere für den für den „etwas elaborierteren Gaumen“ sein und für die, die neue Gin-Abwechslungen suchen.

Da ich schon öfters gefragte worden bin: Die schönen Gläser auf den Bildern sind die Spiegelau & Nachtmann Old-Fashioned Gläser „Noblesse“*.

Über den Autoren

Kevin

Gutes Essen und Trinken sind seine Leidenschaft: Besonders Kaffee, Wein und Gin haben es ihm angetan. Bereits im Jahr 2009 ist er mit einem Blog zum Thema Kaffee durchgestartet und hat mit diversen Tests zu Kaffees und Kaffeemaschinen etwa 30.000 Lesern im Monat begeistern können. Seit 2015 widmet er sich mit hamburg-schmackhaft.de nun einem neuen Projekt, das vor allem deshalb spannend ist, weil es thematisch etwas breiter aufgestellt ist und auch Ausflüge "über den Tellerrand" zulässt.

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