Produkttest

Obst & Gemüse atomisieren: Philips HR1869/01 Entsafter im Test

Saft ist nicht nur lecker und gerade auch ziemlich angesagt, sondern auch gesund! Angefixt von leckeren Säften in Hamburger Cafés oder „Saftläden“ haben wir uns entschlossen, uns selbst einen Entsafter anzuschaffen. Denn mal ehrlich: Ein Glas Saft mit Möhre, Apfel und Ingwer ist zwar sehr lecker, aber dafür gut 5,- € unterwegs zu zahlen, ist schon happig. Wir haben uns deshalb für den Amazon Topseller Philips HR1869/01* entschieden, den wir hier im Test für euch vorstellen möchten.

Erster Eindruck, Aufbau und Ausstattung

Der Philips Entsafter kommt in einem recht stattlichen Karton, der schon darauf hindeutet, dass der Entsafter nicht ganz klein ist. Der Platzbedarf ist in etwa mit einem Kaffee-Vollautomaten zu vergleichen, auch wenn der Entsafter etwas schmaler ist. Man braucht aber vor allen Dingen an der Oberseite noch einigen Platz (Aufstellung unter Hängeschränken u. U. nicht optimal), um Früchte und Gemüse ordentlich einfüllen und herunterdrücken zu können. Man merkt auch gleich, dass ein schwerer Motor verbaut ist, denn der Philips HR1869/01 ist trotz seiner kompakten Maße schon schwer und steht auf glatten Oberflächen aufgrund der Saugnäpfe sicher.

Der Aufbau ist sehr einfach. Die paar Teile, aus denen das Gerät besteht, lassen sich intuitiv zusammenbauen.

Optisch ist der Philips Entsafter nicht ganz überzeugend: Zum einen finde ich das graue Stromkabel etwas ungewöhnlich, zum anderen finde ich die Kombination des Henkels aus lackiertem Metall mit Edelstahl Elementen optisch nicht ganz passend. Mir ist aber auch bewusst, dass der lackierte Bügel sicher aus praktischen Gründen so ist wie er ist. Schließlich zieht man diesen Bügel nach jeder Benutzung herunter. Insofern wäre gebürsteter Edelstahl wahrscheinlich eher Fingerabdruck-Magnet. Der Lieferumfang ist weitgehend unaufällig: Entsafter, Saftbehälter, zwei unterschiedliche Aufsätze für den Ausguss (Kanne/Glas) und eine Bedienungsanleitung (+Mini-Rezeptbuch). Beim Behälter für den Saft ist noch etwas schade, dass dieser sich nicht dicht verschließen lässt. Aufgrund der Reinigung machen wir lieber gleich mehr Saft und nutzen dafür eine Saftkanne*, den man komplett zudrehen kann.

Bedienung

Was soll man groß zur Bedienung sagen? Früchte oben rein, Stufe 1 oder Stufe 2 wählen und der Philips HR1869/01 legt los. Die Kraft des 900W Motors ist beträchtlich. Selbst harte Äpfel und Möhren, sogar Ingwer wird in kürzester Zeit geradezu „atomisiert“. Das macht auf jeden Fall Spaß, auch weil der Philips Entsafter ein sonores, nicht zu lautes Geräusch von sich gibt. Die meisten Kaffee-Vollautomaten klingen beim Mahlen eher unangenehmer. Einige Kunden bei Amazon haben über Überhitzungsprobleme beim Motor berichtet. Okay… das klingt ein bisschen wie bei günstigen Mixern, die zum Überhitzen neigen. Ich denke aber das ist auch eine Frage, wie man den Philips HR1869/01 nutzt, wie auch ein Amazon-Kunde zutreffend beschreibt*.Wir haben bisher auch bei längerem Entsaften keine Probleme gehabt oder gemerkt, dass das Gerät zu heiß geworden ist. Laut Bedienungsanleitung ist bei Überhitzung aber auch eine automatische Abschaltung eingebaut, sodass wir uns da keine größeren Sorgen machen müssen.

Saft: Konsistenz und Geschmack

Was geschmacklich daraus wird, ist natürlich jedem selbst überlassen. Die Saftausbeute ist nach meinem Gefühl bei dem Philips HR1869/01* ziemlich gut. Was im Auffangbehälter zurückbleibt, ist nur noch leicht feucht. Neben Saft entsteht beim Entsaften auch noch Schaum, was aber nicht weiter stört. Wirklich komplett stückchenfrei ist der Saft nicht und es können immer mal wieder kleinere Fruchtstücke in den Getränken zurückbleiben. Das ist aber in meinen Augen nicht weiter schlimm.

Reinigung

Philips wirbt beim Entsafter selbst mit einer Minute Reinigung, was meiner Meinung nach nicht annähernd zu schaffen ist. Es ist zwar problemlos möglich, den Entsafter in einer Minute in seine Einzelteile zu zerlegen und schon mal die Spülbürste anzusetzen, das war es dann aber auch. Gerade die feinen „Poren“ des Metallsiebs fangen feine Partikel geradezu auf und sind nicht mal neben durch einfaches Abspülen zu reinigen. Wir spülen die Einzelteile (es sind glaub ich sieben) vor und tun alles – bis auf die Klingen des Entsafters – in den Geschirrspüler, der dann aber auch schon gut beladen ist. Ich denke allein aufgrund der Reinigung sollte man lieber mehr Saft produzieren und kalt stellen, statt wirklich nur ein oder zwei Gläser zu machen. Auch wenn frischer Saft natürlich aufgrund des Nährstoffgehalts die bessere Variante wäre, bewaren wir den Saft kühl und dunkel im Kühlschrank in einer geschlossenen Kanne auf und spätestens am zweiten Tag wird diese sowieso geleert.

Fazit

Unsere Begeisterung für den Philips HR1869/01* hält auch nach mehrfacher Benutzung noch an! Das Gerät hat mehr als ausreichend Power, um auch hartes Gemüse und Obst zu verarbeiten und das Saftergebnis überzeugt durchweg, auch wenn ab und zu mal ein Stückchen im Saft sein kann. Zum Preis von derzeit 99,- € gibt es einen überzeugenden Entsafter, der auch für größere Saftmengen ideal sein sollte. Das Nachfolgemodell Philips HR1919/70* gibt es auch schon – ob die Zusatzfunktionen (FiberBoost, QuickClean Technologie, Vorspülfunktion) und der 100w stärkere Motor den saftigen Aufpreis rechtfertigen, wage ich zu bezweifeln. Tipp: Beim Philips HR1869/01 lassen sich derzeit (vor allen Dingen in Kombination mit dem Warehouse 30,- € Gutschein*) sehr gute Schnäppchen machen, wenn man ihn über die Amazon Warehouse-Deals bezieht.

Über den Autoren

Kevin

Gutes Essen und Trinken sind seine Leidenschaft: Besonders Kaffee, Wein und Gin haben es ihm angetan. Bereits im Jahr 2009 ist er mit einem Blog zum Thema Kaffee durchgestartet und hat mit diversen Tests zu Kaffees und Kaffeemaschinen etwa 30.000 Lesern im Monat begeistern können. Seit 2015 widmet er sich mit hamburg-schmackhaft.de nun einem neuen Projekt, das vor allem deshalb spannend ist, weil es thematisch etwas breiter aufgestellt ist und auch Ausflüge "über den Tellerrand" zulässt.

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