Restauranttest Unterwegs

Restaurant La Chance in der Wexstraße im Test: Französisch-orientalisch!

La Chance • Wexstraße 35 • 20355 Hamburg (www)

Die Wexstraße gehört zu den Orten in Hamburg, die zum Essen gehen wirklich nicht schlecht aufgestellt sind, weil einige empfehlenswerte Restaurants in der Wexstraße selbst und nahen Umfeld sind (wir waren dort auch schon im Schwäbischen Imbiss Zum Spätzle). Auch das La Chance (franz. „das Glück“), dessen Name sehr gut zum charmanten kleinen Laden passt, hat uns – wie der Test zeigen wird – ziemlich überzeugt.

Location

Draußen sitzen kann man in der Wexstraße zwar nicht (die Gehwege sind sehr schmal), dafür sitzt man drinnen auch sehr bequem. Ich war ohne Reservierung mit einem Freund dort und wir wurden herzlich empfangen und es wurden uns gleich verschiedene Plätze angeboten. Ein kleiner Tisch wurde sodann extra für uns etwas abgezogen von einer größeren Runde und wir konnten uns setzen. Das La Chance versprüht eine schlichte Eleganz, gleichzeitig ist das Restaurant aber keinesfalls bieder, sondern durchaus mit einigen interessanten Details und Deko-Elementen versehen. Kurzum: Ich habe mich in dem kleinen La Chance sehr wohl gefühlt.

Service

Im La Chance hat uns an einem Donnerstagabend, in dem das Restaurant recht gut besucht war, eine junge Dame bedient, die uns zuvorkommend und mit einem ansteckenden Lächeln bedient hat. Sie konnte uns auch die Frage beantworten, was für eine Gewürzmischung zum Brot vorweg gereicht wurde („Zaatar“). Die lockere, unverstellte Art der Bedienung hat dafür gesorgt, dass wir uns im La Chance nicht wie Kunden gefühlt haben, sondern wirklich, als wären wir zu Gast. So soll es sein! Ich konnte aber bei diesem kurzen Besuch am Donnerstag gegen 21 Uhr nicht überprüfen, ob die entspannte Grundstimmung vor Ort auch am Wochenende durchgehalten wird.

Essen & Getränke

Wir haben uns im Restaurant La Chance, das durchaus gehobene Preise hat, jeweils einen Flammkuchen bestellt. Mit einem Preis von 14,90 € für einen orientalischen Flammkuchen und 13,50 € für einen Flammkuchen mit Ziegenkäse war auch dies sicherlich nicht besonders günstig. Bevor unsere Hauptspeise kam, wurde uns etwas warmes Brot gereicht mit Öl und einer sehr leckeren orientalischen Gewürzmischung. Die Flammkuchen kamen sehr schnell und wurden jeweils auf Holzbrettern mit einem Pizzaschneider serviert. Insbesondere mein orientalischer Flammkuchen hatte – was man gut auf den Fotos sehen kann – schon eine ziemlich dunkle Röstung an den Rändern, was für mich aber voll in Ordnung ging. Die „Röstaromen“ haben sich gut in das sonst fein abgestimmte geschmackliche Bild des orientalischen Flammkuchens eingepasst. Das verarbeitete Gemüse war sehr frisch und knackig und die Würzung war bis zum Ende interessant. Auch der Ziegenkäse-Flammkuchen war knusprig und lecker, auch wenn der orientalische Flammkuchen etwas abwechslungsreicher war, was den Belag anging. Auch wenn knapp 15,- € für einen Flammkuchen schon recht viel Geld sind: Ich meine, dass die Qualität hier den Preis durchaus rechtfertigt und würde das nächste Mal im La Chance durchaus noch ein anderes Hauptgericht probieren – vielleicht sind die angebotenen „Mezze“ (eine orientalische Form der Tapas) einen Versuch wert. Aber auch diese sind nicht ganz günstig (Datteln im Speckmantel kosten 6,90 €). Zum Essen hatten wir eine Flasche stilles Wasser für 4,90 €.

Fazit zum Test

Sicherlich ist es nicht ganz günstig im La Chance Essen in der Hamburger Neustadt zu gehen, aber ich bin davon überzeugt, dass es sich lohnt. Hier wäre auch eine Adresse, wo ich gern ein Mehrgängemenü beim Hamburger Schlemmersommer ausprobieren würde (das La Chance macht nur leider nicht mit!). Die Speisequalität ist gut und die Mischung aus französischen und orientalischen Einflüssen macht einfach Spaß! Darüber hinaus hat mir auch die Service Qualität sehr zugesagt.

Wart ihr schon im La Chance in der Wexstraße? Wir würden uns über eure Erfahrungen und Kommentare freuen!

 

Über den Autoren

Kevin

Gutes Essen und Trinken sind seine Leidenschaft: Besonders Kaffee, Wein und Gin haben es ihm angetan. Bereits im Jahr 2009 ist er mit einem Blog zum Thema Kaffee durchgestartet und hat mit diversen Tests zu Kaffees und Kaffeemaschinen etwa 30.000 Lesern im Monat begeistern können. Seit 2015 widmet er sich mit hamburg-schmackhaft.de nun einem neuen Projekt, das vor allem deshalb spannend ist, weil es thematisch etwas breiter aufgestellt ist und auch Ausflüge "über den Tellerrand" zulässt.

Einen Kommentar hinterlassen