Restauranttest Unterwegs

Restaurant Rindock’s in der Rothenbaumchaussee: 1a Fleischqualität

Rindock’s • Johnsallee 64 • 20146 Hamburg (www)

Heute hatte ich Gelegenheit, im gerade neu eröffneten Restaurant Rindock’s in der Johnsallee/Rothenbaumchaussee (ein weiteres gibt es in Barsbüttel-Stellau) den Mittagstisch auszutesten. Das Restaurant hat einen Griechen abgelöst und bietet eine Vielzahl verschiedener Gerichte an. Das Konzept erschließt sich beim Blick auf den Werbebanner außen zunächst nicht: Im Logo des Restaurants finden sich ein Rind, ein Schwein und eine Pute. Darunter steht „Steak • Fisch • Pasta“. Interessant, denk ich mir – Zeit für einen Test!

Location

Das Rindock’s liegt im Stadtteil Rotherbaum und damit in direkter Uninähe sowie in einem der teuersten Wohnviertel Hamburgs. Es hat – insbesondere im Vergleich mit den sonstigen Restaurants im Umfeld – eine geradezu verschwenderisch große Terrasse mit gemütlichen Möbeln und Sonnenschirmen. Das Lokal, das im Souterrain einer großen Villa liegt, habe ich aufgrund des guten Wetters nicht angeschaut. Es wird aber bestimmt noch Gelegenheiten geben, dies nachzuholen und darüber zu berichten. An sonnigen Tagen kann man es draußen auf bequemen Möbeln sehr gut aushalten, auch wenn die Rothenbaumchaussee sicher nicht die leiseste Straße Hamburgs ist.

Service

Der Service im Rindock’s war ziemlich schnell, was wohl auch daran lag, dass der Laden – bis auf mich und einige Arbeitskollegen – komplett leer war. Die Art und Weise der Bedienung war okay, wirkte aber nicht vollends professionell. Beim Bringen der Messer wurden einige Steakmesser vergessen, was angesichts der bestellten Grillteller für Verwunderung und Rückfragen sorgte. Der kleine Fauxpas bei den Messern stellte sich am Ende aber als einer heraus, der tatsächlich nur die Messer betraf und nicht unsere Bestellungen. Angesichts der kurzen Zeit, in der es das Rindock’s Restaurant bisher gibt, kann so etwas ja passieren, wenn das Personal noch nicht perfekt eingestimmt ist.

Essen & Getränke

Zum Mittagstisch gibt es im Rindock’s drei verschiedene Gerichte, die jeweils wöchentlich wechseln. In unserer Woche (19.-23. September) gab es einen Grill-Teller (Puten- und Schweinesteak, Pommes, Salat), eine Fleisch-Gemüsepfanne (Rindfleischstreifen, Gemüse, Röstbrot) und Seelachsfilet (mit Oliven, Kapern in leichter Tomatensauce, Salzkartoffeln). Wir haben uns für die ersten beide Gerichte entschieden, die derzeit jeweils faire 6,50 € kosten. Auch die Getränkepreise sind fair kalkuliert – eine Cola (0,33 l) kostet 2,60 €. Die Gerichte wurden wirklich prompt serviert in gefühlt kaum mehr als 20min.

Positiv fiel vor allem die Fleischqualität auf. Zwar waren die Rindfleischstreifen nicht wirklich Streifen, das hat der Qualität aber keinen Abbruch getan. Ebenso so zart und gut gewürzt war das Puten- und Schweinefleisch auf dem Grillteller. Auch hier stimmte die Qualität. Die beigelegten Pommes waren knusprig, der Salat in Ordnung und die Sauce bei der Fleisch-Gemüsepfanne sehr lecker. Insgesamt war das eine gute Leistung, wenngleich auch besondere Highlights ausblieben. Für diesen Preis an dieser Adresse kann man das Mittagstisch-Essen beim Rindock’s aber wirklich empfehlen. Randnotiz: Vielleicht hängt die gute Fleischqualität auch damit zusammen, dass es sich offenbar beim Rindock’s auch um einen Fleischimporteur handelt.

Fazit zum Test

Zur Abendkarte kann ich natürlich derzeit nichts sagen. Ich würde den Mittagstisch aber durchaus weiterempfehlen, wenn man solides Essen zu einem fairen Preis möchte. Auch die Location überzeugt – die große Terrasse lädt an der nicht ganz leisen Rothenbaumchaussee zum draußen sitzen ein. Insgesamt kann ich das Rindock’s vor allen Dingen aufgrund seines günstigen Preises, guter Fleischqualität und der flotten Zubereitung empfehlen.

Über den Autoren

Kevin

Gutes Essen und Trinken sind seine Leidenschaft: Besonders Kaffee, Wein und Gin haben es ihm angetan. Bereits im Jahr 2009 ist er mit einem Blog zum Thema Kaffee durchgestartet und hat mit diversen Tests zu Kaffees und Kaffeemaschinen etwa 30.000 Lesern im Monat begeistern können. Seit 2015 widmet er sich mit hamburg-schmackhaft.de nun einem neuen Projekt, das vor allem deshalb spannend ist, weil es thematisch etwas breiter aufgestellt ist und auch Ausflüge "über den Tellerrand" zulässt.

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