Restauranttest

Restaurant Verdi: Ein Hauch Italien in der Rothenbaumchaussee

Restaurant Verdi • Rothenbaumchaussee 63 • 20148 Hamburg (www)

Das Restaurant Verdi in der Rothenbaumchaussee liegt direkt gegenüber des Völkerkunde Museums und gehört schon länger zu meinen Mittagstisch Adressen. Für mich war die für Hamburger Verhältnisse schon fast italienische Sonne der Anlass, das Restaurant für euch zu testen.

Location

Das Verdi ist ein kleines Restaurant, das unauffällig in der Rothenbaumchaussee liegt mit Blick auf das Völkerkunde Museum. Es bietet außen eine kleine Terrasse, die aufgrund des Verkehrs der Rothenbaumchaussee nicht unbedingt laut ist, so richtig zum Entspannen laden die Außenplätze aber nicht ein. Außen ist bei sehr sonnigem Wetter eine große Markise vorhanden. Bei allem guten Willen war das heute bei 5° C Außentemperatur aber nicht zu machen, da half auch der blaue Himmel nichts.

Innen geht es im Verdi sachlich und aufgeräumt zu: Die Wände sind so weiß wie die Tischdecken und die Dekoration ist zurückhaltend. Die wenigen Bilder an den Wänden lassen ziemlich viel weiße Fläche – ein bisschen dezenter Anstrich würde hier und da gut tun – das viele Weiß macht die Räumlichkeiten aber auch recht hell. Insgesamt passt alles sicher zum gehobenen italienischen Ambiente, wirkt aber weder einfallsreich noch besonders liebevoll. In letzter Zeit riecht es – so auch heute – im Restaurant nach Chlorreiniger. Das ist beim Betreten des Restaurants erst mal ein bisschen irritierend, auf Dauer bemerkt man den Geruch aber nicht mehr. Die Räumlichkeiten sind in zwei Bereiche aufgeteilt, wobei ich den vorderen Bereich aufgrund der Helligkeit etwas schöner finde. Bei einigen Bewertungen im Netz wurde kritisiert, dass es am Fenster zugig ist, wenn Gäste das Restaurant betreten. Obwohl wir heute direkt am Eingang saßen und die ersten im Restaurant waren, ist mir das nicht negativ aufgefallen trotz der Kälte draußen.

Service

Im Restaurant Verdi ist die Bedienung ziemlich authentisch italienisch, was mir persönlich sehr zusagt. Bei genauerer Nachforschung entpuppen sich die Bedienungen zwar als italienisch-sprechende Rumäninnen, aber das tut der Atmosphäre keinen Abbruch: Die Bedienung ist schnell, freundlich und charmant und auch auf Fragen nach den Tagesgerichten erhält man schnell kompetente Auskunft.

Essen & Getränke

Die Mittagskarte im Verdi bietet typischerweise Antipasti, Pizza, Pasta, Fleisch- und Fischgerichte. Pasta und Pizza starten bei 7,- €, Fleisch des Tages und Fisch des Tages kosten jeweils 10,- €. Ich entscheide mich heute für die Tagliatelle Marinara mit Meeresfrüchten für 8,- €, meine Begleitung für eine Pizza mit Gorgonzola und Spinat für 7,- €. Serviert werden zunächst kleine, noch warme Ciabatta-Brötchen, die außen knusprig und innen fluffig sind. Mit dem leckeren Olivenöl am Platz lässt sich so die Zeit gut vertreiben. Die kleine Cola Light kostet 2,90 €.

Meine Hauptspeise wird mir reichlich Parmesan serviert, bei dem ich mir nicht ganz sicher bin, ob es sich um eine Mischung aus Fertigparmesan und frisch geriebenem Parmesan handelt (siehe Foto oben). Geschmacklich war dieser jedenfalls lecker zu den auch ansonsten gelungenen Tagliatelle mit Meeresfrüchten: Die Nudeln sind zwar nicht hausgemacht, schmecken aber mit der Tomatensauce, gut gewürzten Sauce lecker. Auch mit den verschiedenen Meeresfrüchten (Krabben, Pulpo…) wurde nicht gespart. Die Pizza meiner Begleitung geht auch in Ordnung. Auch wenn ich persönlich den Belag als etwas zu sparsam empfinde, gleicht die gute Würzung mit dezentem Gorgonzola Geschmack und der knusprige Teig das wieder aus.

Fazit zum Test

Das Restaurant Verdi bietet vor allen Dingen dank der herzlichen Bedienung eine klasse Atmosphäre, die Freude macht. Auch wenn Inneneinrichtung und Tische eine gehobene Atmosphäre vermitteln, an der es grundsätzlich nichts auszusetzen gibt, fehlt es den sachlich-aufgeräumten Räumlichkeiten etwas an Eigenständigkeit. Zum Mittagstisch gibt es vorweg eine Kleinigkeit – die Pizza und Pasta Gerichte im Restaurant Verdi bieten eine gute Qualität zum angemessenen Preis.

Wart ihr schon im Restaurant Verdi? Wir würden uns über eure Erfahrungen und Kommentare freuen!

Über den Autoren

Kevin

Gutes Essen und Trinken sind seine Leidenschaft: Besonders Kaffee, Wein und Gin haben es ihm angetan. Bereits im Jahr 2009 ist er mit einem Blog zum Thema Kaffee durchgestartet und hat mit diversen Tests zu Kaffees und Kaffeemaschinen etwa 30.000 Lesern im Monat begeistern können. Seit 2015 widmet er sich mit hamburg-schmackhaft.de nun einem neuen Projekt, das vor allem deshalb spannend ist, weil es thematisch etwas breiter aufgestellt ist und auch Ausflüge "über den Tellerrand" zulässt.

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