Produkttest

Gewürzmischungen und Trockenmarinaden (“BBQ-Rubs”) von Ankerkraut im Test

Habt ihr schon von Ankerkraut gehört? Ich hatte noch dunkel in Erinnerung, dass der Gewürzhändler mit der Spezialisierung auf hauseigene Gewürzmischungen bei der Höhle der Löwen auf Vox einen ziemlich erfolgreichen Auftritt hatte. Als ich dann herausgefunden habe, dass die Ankerkraut GmbH auch noch im Süden von Hamburg ihren Sitz hat (in Jesteburg), war ich Feuer und Flamme, die Gewürzmischungen für euch zu testen.** Meine Eindrücke will ich euch nicht vorenthalten!

Verpackung und Preis

Die 80g Gläser mit Gewürzen und Gewürzmischungen von Ankerkraut liegen preislich zwischen 4,49 € und 6,49 €. Ob das nun teuer und günstig ist, lässt sich gar nicht pauschal sagen, schließlich sind die Gewürzmischungen sehr unterschiedlich in ihren Anwendungsbereichen und auch von ihrer Intensität her sehr unterschiedlich. Bspw. fand ich das Fischgewürz (dazu unten mehr) sehr dezent, das Schoko-Kirsch-Gewürz sehr intensiv, sodass Letzteres logischerweise deutlich länger halten wird. Die Verpackungen bei Ankerkraut sind kleine Gläser, die durchaus dekorativ sind und mit einem großen Korken vernünftig verschlossen werden können. Die Öffnung ist auch groß genug für einen Teelöffel, was beizeiten praktisch sein kann. Kleiner Abzug in der B-Note: Die Gewürze haben zwar verschiedene Farben auf dem Korken, ansonsten lassen sie sich aber “von oben” nicht unterscheiden. Soll heißen: Wenn man die Ankerkraut Gewürze bspw. in einer Schublade lagert, lässt sich von oben nicht erkennen, welche Gewürze sich in den dekorativen Gläsern verbergen.

Die weiteren Produkte im Test sind Trockenmarinaden*, sog. “BBQ-Rubs”, mit denen man Grillgut marinieren kann. Gerechnet auf 100g sind diese deutlich günstiger als Gewürzmischungen. Sie kosten für 230g 8,49 €, kommen dafür aber auch in deutlich einfacheren Plastikbehältern, die oben direkt Streuer eingebaut haben.

Gewürzmischungen im Geschmackstest

Ich muss zugeben, ich war bei einigen Gewürzmischungen recht skeptisch und habe mich gefragt, ob man das wirklich braucht. Mein Lieblingsbeispiel ist der “Rührei Mix”. Braucht man wirklich ein extra Gewürz für Rührei? Auch nach dem Test würde ich jedenfalls für mich eindeutig sagen: nein. Zweifellos schmeckt das Rührei mit dem Ankerkraut Rührei Mix keineswegs schlecht. Ich finde nur, dass die Komplexität von neun Bestandteilen (oben auf den Fotos zu sehen) für Rührei nicht sein muss. Salz reicht mir persönlich! Die Gewürzmischung “Fisch & Scampi” gefiel mir da schon besser. Zum Lachsfilet harmonierte die Gewürzmischung sehr gut – wer aber besonders auf Zucker achtet, wird bei einem Blick auf die Zutatenliste überrascht sein: von 100g Gewürzmischung sind 37,4g Zucker.

Meine Highlight im Testpaket ist aber zweifellos die Gewürzmischung “Patatas Bravas”, die völlig zurecht auch im Ankerkraut “Best Of”-Set* zu finden ist. Patatas Bravas ist ja eigentlich ein typisches spanisches Tapas-Gericht mit Kartoffeln – die rote Gewürzmischung lässt sich aber natürlich universell verwenden. Ich habe z. B. Grillgemüse und Hähnchenunterschenkel damit mariniert und Pizza damit gewürzt. Das macht auch optisch etwas her! Kleiner Wermutstropfen: Auch hier ist reichlich Zucker enthalten (23,9g auf 100g). Geschmacklich ebenfalls als Highlight meines Test-Pakets habe ich überraschenderweise das Schoko-Kirsch-Gewürz empfunden. Das ist dermaßen intensiv, dass man sehr vorsichtig damit umgehen muss. Diese Gewürzmischung habe ich bei meinen Overnight Oats (Haferbrei, der über Nacht zieht) zum Frühstück benutzt.

Trockenmarinaden (BBQ Rubs) im Geschmackstest

Zu guter Letzt habe ich die Trockenmarinaden genutzt (“Pull That Piggy*” und “Magic Dust*”), die artverwandt sind. Diese Trockenmarinaden habe ich nicht für Pulled Pork genutzt, sondern nur für “schnöde” Nackensteaks. Diese habe ich einen Tag vor dem Grillen mit Öl bestrichen und großzügig mariniert. Dabei fällt schon auf, dass die 220g fassenden Trockenmarinaden ziemlich ergiebig sind, selbst wenn man – wie ich – recht verschwenderisch damit umgeht. Geschmacklich sind die beiden recht nah beeinander, da die Grundzutaten sich auch recht ähnlich sind. Magic Dust ist ein bisschen süßlicher, (trotz des Namens!) etwas gröber und schmeckt deutlicher nach Paprika. Dafür ist “Pull That Piggy” etwas feiner gemahlen und etwas komplexer, schmeckt leicht rauchig einen etwas schärfer. Beide Trockenmarinaden haben sich gut gemacht und ich werde auf jeden Fall weiter mit den Marinaden experimentieren!

Fazit zum Test

Bis zur Test-Lieferung von Ankerkraut hatte ich bisher keine Erfahrungen mit speziellen Gewürzmischungen gemacht und ich muss sagen: Ich bin durchaus inspiriert, jetzt noch tiefer in die Welt der Gewürze einzutauchen. Zwar würde ich mir kein “Rührei-Gewürz” leisten, aber die kleinen Gewürzmischungen in den schicken Gläsern haben es mir doch angetan. Bei den schicken und praktischen Gläsern fehlt mir noch ein Beschriftung auf dem Deckel, ansonsten gefallen mir die kleinen Gläser sehr gut. Geschmacklich hat mich vor allen Dingen das Patatas Bravas Gewürz überzeugt, das auch optisch etwas her macht. Auch die ergiebigen Trockenmarinaden konnten geschmacklich punkten. Beziehen kann man die Produkte von Ankerkraut übrigens über Amazon* oder den hauseigenen Online-Shop von Ankerkraut.

** Ankerkraut hat uns die Gewürze netterweise auf unsere Nachfrage hin zum Test zur Verfügung gestellt. Unsere Testergebnisse sind von der Bereitstellung unbeeinflusst. Wir sind insbesondere nicht zur positiven Berichterstattung verpflichtet und erhalten kein Entgelt für diesen Testbericht!

Einen Kommentar hinterlassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.