Gastronomie

Kailua Poké Hofweg im Test: Hawaii-Feeling in Hamburg?

Kailua Poké Bar Hofweg Hamburg Uhlenhorst Test
Geschrieben von Kevin

Kailua Poké • Hofweg 103 (www)
Anfahrt und Speisekarte unten

Eine Bowl in der Hand direkt an einem Alsterfleet auf der Sonnenterasse relaxen – so kann’s gehen im Kailua Poké auf der Uhlenhorst. Zwar spielte das Wetter leider im Winter nicht ganz mit, um die Terrasse auszuprobieren, aber das hat uns nicht abgeschreckt. Ob das Kailua Poké auch im Winter hawaiianisches Feeling nach Hamburg bringt, lest ihr in unserem Testbericht.

Location

Das Kailua Poké im Hofweg auf der Uhlenhorst in eines von zwei Restaurants, die unter diesem Label in Hamburg betrieben werden. Auf der Uhlenhorst direkt an einem Alsterfleet in unmittelbarer Nähe zum Mühlenkamp ist die Lage für einen Hawaiianisch inspirierten Laden kaum besser zu machen. Würde das Hamburger Wetter “ab und zu” nicht einen Strich durch die Rechnung machen, könnte man dank des konsequenten Hawaii-Surfer-Dekors fast meinen, man wäre dort. Im Sommer stelle ich mir die Terrasse außen am Wasser ganz hervorragend vor. Dass wir im Winter zur Mittagszeit (und dazu recht früh) da waren, hatte aber auch seinen Charme, weil wir den Laden so fast für uns hatten.

Das langgezogene Restaurant ragt ein Stück weit über das Wasser, sodass man gerade auf den hinteren Plätzen an großen bodentiefen Fenstern einen wunderbaren Ausblick genießen kann. Richtig bequem wird es nicht: Die Sitzgelegenheiten sind Hocker ohne Rückenlehnen. Wenn ihr also mal mit euren (Groß-) Eltern etwas Essen gehen wollt, ist der Kailua Poké im Hofweg vielleicht nicht die allererste Adresse. Kleiner Kritikpunkt: Im Winter war den Damen (die mit Jacken im Restaurant saßen) offenbar zu kalt. Ich fand’s okay. Kann mir vorstellen, dass die Location auch nicht ganz leicht zu heizen ist im Winter.

Service

Der Service war sehr freundlich und zuvorkommend, wenngleich sich uns das Konzept nicht ganz erschlossen hat. Vorne im Eingangsbereich sieht das Kailua Poké Hofweg wie ein typischer Selbstbedienungsladen aus. Wenn man sich etwas streckt, hängen über dem Kassenbereich die entsprechenden Zutaten für eine Bowl zur Auswahl. Man kann hier auf vorgefertigte Bowls zurückgreifen oder sich seine Bowl ganz individuell zusammenstellen.

Vorne hieß es dann auf Nachfrage, es würde eine Bedienung am Tisch geben, was wir dann auch in Anspruch nahmen – auf der Karte am Platz stand dann aber auf jeder Seite “freundliche Selbstbedienung”. Verwirrend! Nach etwas Hin und Her haben aber auch wir es dann hinbekommen, etwas zu bestellen. Mit etwas Surfermentalität läuft das schon.

Essen & Getränke

Grundsätzlich gehe ich mal davon aus, dass den allermeisten “Bowls” mittlerweile ein Begriff sind. Falls nicht: Typischerweise werden Bowls in einer Schale serviert. Grundlage ist etwa Reis oder Couscous, der mit verschiedenen anderen (kalten) Zutaten kombiniert wird, etwa Möhren, Bohnen, Avocado etc. Bowls sind – für mich jedenfalls – die bessere Salat-Alternative, weil sie in der Regel gut schmecken und vom Sättigungsgrad etwas mehr hergeben.

Im Kailua Poké gibt es wie gesagt verschiedene fertig zusammengestellte Bowls. Da uns das komplette individuelle Zusammenstellen dann doch ein wenig zu aufwändig ist, haben wir uns auch jeweils für eine Fertig-Bowl entschieden. Ich habe die teuerste der Karte gewählt, die Kukui Truffle in der Größe “regulär” für 12,50 € (groß kostet 14,50 €). Die Portion war für mich für ein normales Mittagessen völlig in Ordnung. Die optische Präsentation ist meines Erachtens kaum zu schlagen – ich denke die Fotos sprechen hier für sich. Geschmacklich fand die Bowl auch gut. Der Trüffelgeschmackt war dezent, aber spürbar. Die Sauce, die sich recht flüssig am Boden sammelte, war salzig und pikant. Zwei kleine Kritikpunkte gibt es dennoch: Mir persönlich wäre (lau-)warmer Reis lieber gewesen als kalter Reis und ich empfand die geschmacklich interessanten Bestandteile, vor allem der Thunfisch und die sehr leckeren gerösteten Cashew-Kerne, etwas unterrpräsentiert. Meine Begleitung hatte die “Làihanà Garden” Bowl für 8,50 € (groß 11,50 €) mit “Wasabi Crunch” statt der Frühlingszwiebeln. Das Bestellen hat wunderbar geklappt und die knusprigen Wasabi-Kügelchen haben sich als sehr lecker erwiesen.

Für ein bisschen 90er-Retro-Feeling gibt es im Kailua Poké übrigens als Fanta-Alternative die Limonade “Bluna”. Nach einem Blick auf die Karte und die Bestellung dämmerte es mir wieder, was genau das eigentlich ist. Für günstige 2,50 € für eine Flasche darf sich hier, wer sich noch an die Werbespots erinnert, gern die Frage stellen: “Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?”

Fazit zum Test

Ein bisschen kalt für echtes Hawaii-Feeling war es bei unserem Besuch zu Mittag im Kailua Poké auf der Uhlenhorst. In einer prestigeträchtigen Lage findet ihr hier ein sehr schickes, modernes Restaurant, das sich eher an junges Publikum richtet. Im Sommer ist die Terrasse garantiert eine Wucht und die Bowls schmecken nicht nur gut, sondern sind auch eine Augenweide.

Anfahrt und Speisekarte

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Wart ihr schon im Kailua Poké im Hofweg? Wir freuen uns über eure Erfahrungen und Kommentare!

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