Gastronomie

Kitchens Restaurant & Bar in der Hafencity im Test: jung, dynamisch, lecker!

Restaurant Kitchens Hamburg Hafencity im Test - Hotel Pierdrei
Geschrieben von Kevin

Restaurant Kitchens • Am Sandtorkai 46, 20457 Hamburg (www)
Anfahrt unten

Direkt neben der Astor Film Lounge, über die wir auch schon geschrieben haben (zum Bericht) findet Ihr das Kitchens. Das Restaurant findet Ihr unscheinbar als Hotel-Restaurant des Hotels Pierdrei, das noch vor gar nicht allzu langer Zeit eröffnet hat und übrigens von den Machern des Miniatur-Wunderlands realisiert worden ist. Mein zweiter Besuch im Kitchens hat den ersten noch mal getoppt – meine Erfahrungen zum angebotenen 5-Gänge-Menü mit Südtirol-Motto lest Ihr im Test.

Location

Das Restaurant Kitchens findet Ihr mitten in der Hafencity im Hotel Pierdrei direkt neben dem Astor-Kino. Parkplätze rund um das Kitchens sind eher (in Vor-Corona-Zeiten) Mangelware – kostenpflichtig parken zum gewohnt nicht günstigen Hafencity-Kurs dürfte aber kein Problem sein. Zumindest was das Parken angeht, dürfte die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwas stressfreier sein. Von der Haltestelle “Überseequartier” (U4) sind es 600m zu Fuß bis zum Kitchens.

Bei dem Hotel Pierdrei handelt es sich um einen modernen Neubau, dessen Interieur auch als Berliner Startup Co-Working Space durchgehen würde. Die modernen Räumlichkeiten sagen mir komplett zu und – trotz des riesigen Gastraums mit enormer Deckenhöhe – kommt keine Bahnhofshallen-Stimmung auf. Der Mix aus Größe und Gemütlichkeit gelingt komplett, was sicherlich an den vielen verspielten Details und dem gelungenen Lichtkonzept liegt. Nicht ganz überzeugend finde ich die Stühle, deren Lehne eine etwas Wölbung nimmt, die jedenfalls zu meinem Rücken nicht recht passen will.

Service

Ob man in Zeiten von Corona den Service realistisch bewerten kann, ist eine Frage – die Plätze im Kitchens waren vielleicht zu einem Viertel belegt. Dennoch: Was das junge Service-Team vom Kitchens bei meinen zwei Besuchen geleistet hat, war schlichtweg tadellos. Unsere erste Reservierung war storniert worden aufgrund eines Schadens in der Küche, sodass wir den Besuch die nächste Woche darauf nachgeholt haben. Als kleines Schmankerl vorweg gab es für den ausgefallenen Termin direkt einen sehr leckeren Apertif auf’s Haus – ein super Start. Wir hätten auch nicht gemeckert, wenn wir einfach freundlich empfangen worden wären, aber das war natürlich ein super Start, der keineswegs selbstverständlich ist.

Auch der restliche Abend war wirklich tadellos: Fachkenntnisse über die servierten Gänge, Freundlichkeit, Rückfragen in einer guten Dosis – all das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Die zu jedem Gang vorgetragenen (Zubereitungs-)Details hätten z. T. sogar etwas kürzer und knackiger sein dürften – interessant war es aber allemal zu hören, wo z. B. der servierte Bergkäse gereift ist und wie lange.

Essen & Getränke

Begonnen hat der Abend mit einem (wie oben erwähnt kostenlosen) leckeren Aperitif mit fruchtigen Bitternoten, der farblich und auch geschmacklich ein Aperol Spritz erinnerte. Das 5-Gänge-Menü für 59,- € pro Person (vegetarisch 52,- €) des Abends stand unter dem Motto Südtirol und war herrlich abwechslungsreich, außergewöhnlich und mutig. Auch unserem Wunsch das Lamm im Hauptgang gegen Fisch zu tauschen (es wurde Seeteufel) ist nachgekommen worden, wobei der sehr leckere Hauptgang gar nicht das Highlight des Südtiroler Abends im Kitchens war.

Grandios in jeder Hinsicht war der gebeizte Bachsaiblin, der mit Rogen in einer Bergkräuter-Essenz serviert worden ist. Die Bergkräuter, die zunächst nur wie Deko wirken, haben den hauchzarten Fisch auch noch mal geschmacklich aufgewertet, weil tatsächlich ganz unterschiedliche Geschmacksnoten herauszuschmecken waren. Zweites Highlight des Abends: Die Fagottini (schwarze Nudeln mit Bergkäse-Füllung). Die am Tisch mit geriebenem Bergkäse garnierten Nudeln mit sehr intensivem Bergkäse haben uns geschmacklich absolut überzeugt.

Auch die weiteren Gänge waren sehr hübsch angerichtet und haben wunderbar geschmeckt. Auch wenn der Zwischengang (Knödel mit schwarzem Trüffel) und die zwei Dessert-Gänge (u. a. Strauben (ein süßes Gebäck)), gebratene Maronen und süßes Weinsorbet) nicht ganz mit den Highlights mithalten konnte, waren auch diese Gänge ein Genuss. Wie sich den Bildern entnehmen lässt, war das Gesamtpaket portionstechnisch so reichlich bemessen, dass selbst der größte Hunger mehr als ordentlich gestillt werden konnte. Insgesamt überzeugte das Menü mit sehr hochwertigen Zutaten, die mit viel Liebe zum Detail zubereitet und angerichtet worden sind. Auch der Grau- und Weißburgunder von Tobias Krämer (26,- € | 0,75 l) konnte uns überzeugen.

Fazit zum Test

Unser zweiter Besuch im Kitchens war wieder ein grandioser Abend: Obwohl das Restaurant Kitchens erst im Winter 2018 eröffnet worden ist, wirkt das junge Team professionell und eingespielt, die Küche routiniert. Für den vergleichsweise günstigen Preis von 59,- € haben wir im Kitchens einen hervorragenden Service und ein sehr leckeres Menü genießen können. Das Kitchens bekommt unsere uneingeschränkte Empfehlung!

Anfahrt und Speisekarte [folgt]

Warst Du schon im Restaurant Kitchens in der Hafencity? Wir freuen uns über Deine Erfahrungen und Kommentare!

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