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Made in Hamburg 2019: Unser Erfahrungsbericht zur regionale Messe auf St. Pauli

Made in Hamburg 2019 St. Pauli Erfahrungsbericht
Geschrieben von Kevin

Made in Hamburg (St. Pauli Ballsaal) • Harald-Stender-Platz 1, 20539 Hamburg (www)
Messezeitraum: 16.11.19 – 17.11.19

An einem recht frischen Novemberwochenende 2019 fand die Made in Hamburg in der Eventlocation des FC St. Pauli statt direkt am Millerntor-Stadion. Wir waren dabei und haben alte Bekannte gesehen, aber auch einige Neuigkeiten entdeckt. Unseren umfassenden Erfahrungsbericht (mit vielen Fotos) wollen wir gern mit euch teilen.

Anfahrt und Location

Wer sich den Stress der Anfahrt nach St. Pauli ersparen wollte, kam im Idealfall mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit dem Auto ging es eigentlich, obwohl der Winterdom parallel geöffnet hatte. Das eröffnete in der nahegelegenen Glacischaussee die Möglichkeit, sich ein Parkticket für 6,- € (ganzer Tag) zu holen. Ebenfalls kostenpflichtig recht nah dran konnte man in der Rindermarkthalle parken (2,50 € die Stunde). Nach einem kleinen Fußmarsch hat man das Millerntor-Stadion dann schnell erreicht und ein Schlenker über den Dom (der erst 14 Uhr öffnet) ist ja auch nicht das Schlechteste.

Die Location an sich ist sehr gut. Es gab einige Sitzmöglichkeiten im Vintage-Kaffeesack-Look von Caffanhaus für eine Pause zwischendurch und die gesamte Eventlocation vom FC St. Pauli ist modern und sauber inkl. der Toiletten. Raucher können sich auch kurz auf eine Art Balkon rausstellen und konnten den direkten Blick auf ein leeres Stadion genießen. Beim Einlass und der kostenpflichtigen (2,- €) Garderobe hat alles einwandfrei geklappt. Der größte Andrang kam am Sonntag allerdings nicht um 12 Uhr zur Messe, wie wir, sondern erst gegen frühen Nachmittag. Ganz spannend ist an der Location der Made in Hamburg 2019, dass die gesamte Anlage mit den typischen St. Pauli-Insignien gepflastert ist. Rostbraune Totenköpfe sind vielleicht nicht jedermanns Sache, aber das Tat dem Stylefaktor der Location sicherlich keinen Abbruch. Ich würde eher sagen: ganz im Gegenteil!

Die Location teilte sich dabei in zwei Bereiche auf: Unten war der Einlass, es gab optional einen kleinen Prosecco (2,- €) von den Mädels von Fräulein Glyck aus ihrer mobilen Zapfanlage, die in einem schicken Piaggio Ape verbaut ist. In einem netten Gespräch konne ich in Erfahrung bringen, dass das kleine Gefährt vor allem für Hochzeiten gemietet werden kann zu (nach meinem Gefühl) humanen Preisen. Hinter dem “Empfangskomitee” von Fräulein Glyck fand sich der Food Bereich, zu dem ich später noch etwas mehr aushole. Oben fand sich die große Eventlocation (auch per Fahrstuhl erreichbar).

Preise und Messeangebote

Ich habe schon gesehen, dass viele sich über den Eintrittspreis von 10,- € bei Facebook beschwert haben in den Kommentaren auf Facebook. Das kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Im Vorverkauf (online) kosteten die Karten 8,- €. Da man sich nicht einmal etwas ausdrucken musste, hätte man das sogar vor Ort noch machen können. Neben unserem Gutscheincode, den man ganz leicht bei Facebook, Instagram und über Google finden konnte, gab es noch diverse andere Möglichkeiten, günstiger an Tickets zu kommen. Mit Gutscheincode waren es dann nur noch 5,- €, was ich für das Gebotene dann doch fair finde.

Die einzige Schwäche der Messe war für mich persönlich das Essen. Es gab oben in der Messefläche einen Stand mit Avocado Teigtaschen, der in der Masse der Leute allerdings etwas untergegangen ist. Für uns kam nur ein Essen unten in Frage, wo wir auch sitzen konnten. Wer den Blog verfolgt, weiß, dass ich mich gerade vegetarisch ernähre. Dieses Vorhaben war auf der Made in Hamburg 2019 nicht ganz leicht umzusetzen. Einer von zwei Ständen war sehr auf Fleisch ausgerichtet (sah lecker aus), der zweite hatte kleine Arepas (Fladen aus Maismehl) und Tacos im Angebot, die nicht nur mit Fleisch, sondern auch vegetarisch angeboten worden sind. Das Problem: Ein vegetarischer Arepa sollte 6,- € kosten oder zwei Tacos 5,- €. Wegen des Hungers habe ich trotzdem einen gekauft. Ich hätte aber mindestens drei der Arepas essen können, um satt zu werden. Als ich auf den für mich zu hohen Preis hinwies, habe ich noch extra ein bisschen Guacomole und schwarze Bohnen dazu bekommen. Eine nette Geste und qualitativ war das Essen von auch einwandfrei. Aber der Preis für diese winzige Portion hat uns dann zum Ende der Messe in einen der nahegelegenen Dönerläden getrieben: Falafel-Dürüm zum satt werden, 4,20,- € mit Tischbedienung.

Ansonsten waren die Messe-Angebote sehr gut. Vor allem waren die allermeisten Proben komplett gratis. Man merkte der Messe einfach eine gelungene Planung an. Ich konnte von einigen Gästen auch hören, dass gefühlt zu viele Alkoholaussteller auf der Messe waren. Das stimmt, es waren einige da. Wer partout gar keinen Alkohol probieren wollte, hat deswegen sicherlich etwas verpasst. Es gab aber auch viele andere kreative Anbieter und Dinge, die ich gar nicht erwartet hätte. Dazu aber gleich mehr, wenn ich euch einige persönliche Messe-Highlights vorstelle. Wie auch schon bei der 040 Spirits 2019 fand ich die Stimmung der Aussteller weit überwiegend sehr gut. Im Gegensatz zu der Spirituosen-Messe war die Made in Hamburg 2019 aber zum Nachmittag hin überfüllt und die Tendenz zur “Ellenbogen Taktik” bei den Gäste hin und wieder nicht zu bestreiten. Da wir aber direkt am Sonntag um 12 Uhr zur Eröffnung da waren, hielt sich der Andrang zumindest zu Anfang in Grenzen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Eventlocation in den nächsten Jahren ggf. sogar noch größer ausfallen wird – es war ja schließlich erst das zweite Mal in Hamburg.

Erfahrungen: Aussteller Highlights und Tasting

So nun aber zum Herzstück der Made in Hamburg, den Ausstellern! Ich kann euch an dieser Stelle natürlich nur einen Ausschnitt der insgesamt 85 Aussteller präsentieren, die mir besonders zugesagt haben. Eine Gesamtübersicht findet ihr direkt auf der Homepage der Made in Hamburg 2019.

Ziemlich am Anfang sind wir beim Stand von Herr Biene gestartet. Mit Honig von Hamburger-Stadtbienen werden seit 2018 unter dieser Marke allerlei Honigprodukte vertrieben. U. a. handgemachte Pralinen mit Honig-Füllung. Persönlich weitaus spannender fand ich den Honig-Likör Willi (35% alc.), den ich sogar als “Willi-Tonic” probieren durfte. Ausführliche geschmackliche Beschreibungen bleiben erst mal vorbehalten, aber ich fand das doch überraschend lecker und ungewohnt. An der Stelle hatte ich einen kleinen Aha-Effekt, wie letztens beim Test des Erdbeer-Gin von Karls Erdbeerhof. Deko-technisch wurde natürlich auch einiges bei der Made-in-Hamburg 2019 geboten, aber besonders schön (siehe auch dazu die Fotos) fanden ich die Mini-Pflanz-Kunstwerke unter einer Glasglocke von Saintpaulia Naturart (keine Homepage). Ebenso überzeugt haben uns die Produkte von Balkonfreundin, bei der wir auch einige Töpfe mitgenommen haben. Im Bereich Schmuck gab es auch einige Anbieter, wobei Kim wegen ders schlichten Designs und der ansprechenden Preise bei Hippie Yeah hängen geblieben ist. Aber auch der handgemachte Schmuck von Juliane Ottner von Kleingut Design sprach uns aufgrund der klaren Formsprache sofort an, vor allem die raffiniert eingearbeiteten Steinchen.

Mit dem Probieren der gebrannten Nüsse von Mutter Veldkamp ging es weiter. Hier wurden uns verschiedene gebrannte Nüsse gereicht, sodass wir nicht nur die klassische gebrannte Mandel probieren konnten, sondern auch (eher feste) gebrannte Paranüsse und gebrannte Cashews. Sicher nichts für die schlanke Linie, aber natürlich sehr lecker. Noch mehr zum Probieren gab es bei Senf Pauli! Klarer Fokus… Überraschung: Senf auf Hamburg! Wir sind zwar keine Senfexperten bei Hamburg Schmackhaft, aber sowohl die Präsentation als auch der Geschmack haben mich sehr angesprochen. Mir ist noch der Senf “Mutprobe” in Erinnerung geblieben, der für mich ein ideale (starke, aber nicht übertriebene) Schärfe mit einer interessanten Würze kombinierte. Weiter mit dem Durchprobieren ging es bei Frau Frucht & Herr Gemüse. Hier war es möglich, verschiedene süße Aufstriche zu probieren, die fast allesamt eher außergewöhnlich waren, wie z. B. Löwenzahn oder Marzipan an Kürbis. Letzteres hat uns so sehr überzeugt, dass wir hier sogar ein Glas gekauft haben.

Bei den doch recht vielen Ständen mit Alkohol (Gin wieder Vorne mit dabei) sind wir wieder einmal bei Hambuca hängen geblieben. Nicht zum Probieren (haben wir ja schon – hier unser Testbericht), aber bei der netten Crew einfach mal “Hallo” sagen. Weiter ging es rüber zum Hafenkorn. Weil ich mich sehr gern Dingen aussetze solchen Messen, die ich eigentlich nicht so lecker finde, musste ich den Korn direkt probieren. Auch hier reicht die Menge nicht, um mir ein abschließendes Urteil zu bilden, aber: so einen milden Korn habe ich definitiv noch nie vorher getrunken – wow! Ein anderes Geschmackshighlight haben wir bei Blenndis gehabt: Hier haben wir den Cocktail “Virgin Pacific Muse” (0,0% alc.) probiert, der sehr intensiv schmeckte mit einer deutlichen Bitternote. Spannend! Damit ihr noch einen besseren Gesamteindruck bekommt, sind oben noch ein paar weitere Stände bzw. Produkte abgebildet, die auf der Made in Hamburg 2019 vertreten waren.

Fazit

Trotz der kleinen Kritik am Foodbereich war die Made in Hamburg 2019 für mich eine gelungene Messe, die man im Idealfall früh an den jeweiligen Veranstaltungstagen besucht hat, da die Besucherströme doch enorm waren. Ich war schon sehr positiv überrascht, wie viele mutige regionale Hamburger Projekte es gibt, die auf der Messe vertreten waren. Falls euch der Eintrittspreis auch im nächsten Jahr zu hoch sein sollte, kann ich nur den Tipp geben: Schaut euch nach Gutscheinen um. Vielleicht bieten wir ja wieder einen an.

Wart ihr auch auf der Made in Hamburg? Hinterlasst doch bitte einen Kommentar mit euren persönlichen Highlights unten!

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Disclaimer: Der Veranstalter hat uns netterweise zur Messe eingeladen. Unsere Berichterstattung ist davon unbeeinflusst. Wir sind insbesondere nicht zur positiven Berichterstattung verpflichtet und erhalten kein Entgelt für diesen Bericht!

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