Gastronomie

Restaurant “Aspresso” im Aspria Hotel Uhlenhorst im Test: Wellness auch auf dem Teller?

Restaurant Aspresso Aspria Uhlenhorst Location
Geschrieben von Kevin

Restaurant “Aspresso” im Hotel Aspria • Hofweg 40, 22085 Hamburg (www)
Anfahrt und Speisekarte unten

Schon der Blick aus der Ferne über den großen Parkplatz des Aspria Uhlenhorst zeigt den Fokus vor Ort: Hier steht natürlich nicht das Essen im Mittelpunkt, sondern Sport, Fitness und Wellness mit gehobenem Anspruch. Durch die großen Panoramascheiben kann man schon aus der Ferne Menschen auf dem Laufband sehen. Wir haben trotzdem gewagt, ohne Fitness- oder Wellness-Ambitionen das Essen im Restaurant “Aspresso” vor Ort auszuprobieren und wollen euch unsere Eindrücke nicht vorenthalten in einem kleinen Testbericht.

Location

Wie immer in Hamburg-Uhlenhorst (man sagt übrigens “auf der Uhlenhorst”) ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Taxi euch wärmstens ans Herz gelegt. Die Parksituation rund um den vielbefahreren Hofweg ist gelinde ausgedrückt kritisch. Zum Parkplatz beim Aspria selbst kann ich euch leider nichts sagen – dass er für Restaurantgäste nicht gratis ist, dürfte sich von selbst verstehen (falls ihr die Preise wisst, gern ab in die Kommentare damit!).

Beim Aspria handelt es sich um eine Fitness-Studio- und Hotel-Kette, die nicht nur in Uhlenhorst unweit der Außenalster ansässig ist, sondern mit einigen weiteren Filialen in Deutschland. In dem großen Komplex ist das Restaurant recht einfach zu finden. An der Rezeption vorbei findet ihr es im 1. Stock des Aspria Uhlenhorst. Als wir an einem Samstag etwa um 19:30 Uhr ankamen ohne Reservierung war in dem überschaubaren Restaurant-Bereich nicht viel los und wir konnten unsere Plätze fast frei auswählen. Im vom Eingangsbereich linksseitig belegenen Bereich sitzt man zwar etwas “für sich”, dafür sitzt man leider etwas nah an der (lauten) Küche. Nachdem wir uns erst für diese Plätze entschieden hatten, zogen wir lieber zu den etwas ruhigeren Plätzen im Hauptbereich um. An dieser Stelle kam dann auch die dezente Musikuntermalung zur Geltung. Wie alles im Aspria ist auch das Restaurant sehr stylish und aufgeräumt. Wenn man etwas kritisieren wollte, dann vielleicht, dass es im Aspresso genauso aussieht, wie man sich ein hochwertiges Hotel eben vorstellt.

Umlaufend um das Restaurant ist eine Holzterasse angelegt, die derzeit – kurz vor Weihnachten – nahezu ausschließlich von Rauchern genutzt wird. Im Sommer kann ich mir vorstellen, dass die Location gerade in diesem Außenbereich wirklich sehr angenehm ist.

Service

Wir sind freundlich empfangen worden und hatten, wie bereits eingangs geschildert, an einem Samstag Abend nahezu freie Platzwahl. Der Service war über den gesamten Abend hin freundlich und zuvorkommend und ich bin mir sicher, dass Extrawünsche uns sofort erfüllt worden wären.

Essen & Getränke

Vorweg kann ich schon sagen, dass mir die Karte des Aspresso sehr gut gefällt aus zwei Gründen: Zum einen ist sie übersichtlich, zum anderen ist sie (passend zum Aspria) jedenfalls teilweise wellness- bzw. fitnessorientiert. D. h. es gibt neben einigen Klassikern, wie z. B. Burger, Caesar Salad oder einer Ofenkartoffel im Winter vier Gerichte (Fleisch, Fisch, Vegan, Pasta mit jeweiliger Beilage) und einige Salate zur Auswahl. Daneben gibt es frische Säfte zu fairen Preisen (0,3 l zu 5,- € oder 0,5l zu 6,- €). So hatte ich von Anfang an den Eindruck, dass man im Restaurant Aspresso im Aspria Uhlenhorst nicht nur lecker essen kann, sondern durchaus auch gesund und kalorienbewusst. Die Säfte, die wir uns zum Essen bestellt haben, wurden frisch am Tresen zubereitet – den “Recharge Mineral” kann ich (wenn ihr Rote Bete mögt) wärmstens empfehlen. Apropos: Die Säfte haben Zimmertemperatur, was ich aber angenehm fand. Auf Nachfrage bekommt ihr aber sicher auch ein paar Eiswürfel mit ins Glas.

Wir haben uns für das Fischgericht für 17,- € und das vegane Gericht für 15,- € entschieden. Nachdem wir das wirklich sehr leckere Brot zur Vorspeise aufgegessen hatten, kamen unsere beiden Gerichte auch recht zügig. Das Fischgericht (Eismeerforelle, Kartoffel-Waldpilzpfanne mit Zitronen-Gremolata und Riesling Schaum) war hervorragend angerichtet. Ganz mithalten konnte der Geschmack mit der Optik nicht – dafür war der Geschmack der Eismeerforelle doch ein bisschen zu dezent und auch die gesamte Würze ein bisschen zu zurückhaltend. Für den Preis war das aber eine reife Leistung. In etwa so würde ich auch das vegane Gericht einschätzen: Hier gab es für 15,- € einen sehr stil angerichteten Teller mit einer gebackenen Aubergine, Granatapfel, Limettenjoghurt und Falafel, der handwerklich hervorragend gemacht war. Ein Gericht ohne Fehl und Tadel, aber eben auch ohne “Aha-Effekt”. Ein geschmackliches Highlight gab es dann aber noch zum Abschluss: Wir haben uns zum Nachtisch Crème brûlée von der Tonkabohne mit Himbeer Sorbet bestellt (7,- €). Hier sind wir uns einig gewesen. Wider Erwarten spielte bei diesem (trotz Tonkabohne) Dessert nicht die Crème brûlée die Hauptrolle – die war grundsolide gemacht und sehr lecker. Aber das Himbeer Sorbet war klasse! Der Himbeer Geschmack war sehr intensiv, die Konsistenz auf dem Niveau einer guten Eisdiele.

Mit diesem gelungenen Gesamtpaket aus Säften, Brot mit Öl vorweg, zwei Hauptgerichten und zwei wirklich sehr gelungenen Desserts für insgesamt günstige 58,- € konnte mich das Restaurant Aspresso überzeugen. Ich kann mir durchaus vorstellen, das Restaurant im Sommer noch mal aufzusuchen, um die große Holzterasse zu genießen.

Fazit zum Test

Findet mal ein Restaurant an einem Samstagabend auf der Uhlenhorst in Hamburg, das nicht entweder komplett ausgebucht ist oder ganz offenkundige Macken hat – gar nicht so leicht! Trick 17: Einfach mal “in den Sportclub” geschaut im Aspria Uhlenhorst. Hier kann man solide Essen mit einer vielfältigen Karte mit Wellness-Touch in einem gehobenen Hotel-Ambiente und muss auch kein Vermögen für ein solides Essen ausgeben.

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