Produkttest

Challenge accepted: Test der 3-Tage Saftkur von Kale & Me

Saftkuren sind zwar nicht mehr so im Trend wie noch vor etwa zwei Jahren, wo im Netz ein gefühlter Hype ausbrach, doch auch heute haben sie noch eine Daseinsberechtigung. Ein kurzer Blick zum Stichwort Saftkur bei Amazon* zeigt die schiere Auswahl allein dort zeigt das recht deutlich. In unserem Test, in dem ich die 3-Tage Saftkur von Kale & Me ausprobieren durfte (zur Bereitstellung der Kur s. u.), fokussiere ich weniger auf die persönlichen Erfahrungen als andere Berichte, sondern mehr auf das Produkt selbst und den Sinn und Zweck einer Saftkur.

Sinn und Zweck einer Saftkur

Erst einmal zur Erklärung: Eine Saftkur bedeutet, dass man sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums (bei Kale & Me z. B. drei bis fünf Tage) grundsätzlich nur flüssig von Säften ernährt. Bei Kale & Me sind das z. B. jeweils täglich sechs Säfte alle zwei Stunden. Die Motivation dahinter, für einen gewissen Zeitraum vollständig auf das Essen zu verzichten, ist ganz unterschiedlich. Es kann darum gehen, abzunehmen. Dieses Ziel macht in meinen Augen nur bedingt Sinn, denn in der Zeit der Saftkur wird man wohl kaum nachhaltig Gewicht verlieren, als “Startschuss” für eine Veränderung der eigenen Essgewohnheiten kann eine Saftkur aber sicherlich ein top Motivator sein.

Darüber hinaus war speziell für mich eine Saftkur eher eine interessante Herausforderung, eine Art “Selbstexperiment”. Wie fühlt es sich eigentlich an, sich drei Tage flüssig zu ernähren? Wie schwer ist es durchzuhalten? Fühlt man sich wirklich so “befreit”? Und kann man danach evtl. eigene Essgewohnheiten anders einordnen oder das eigene “normale” Essen mehr wertschätzen?

Was kostet eine Saftkur von Kale & Me?

Eine Saftkur von Kale & Me kostet

  • für die 3-Tages-Saftkur 79,- € (13,72 € pro Liter),
  • für die 5-Tages-Saftkur 130,- € (13,54 € pro Liter) und
  • für die 7-Tage-Saftkur 180,- € (13,39 € pro Liter).

Für diese doch recht “saftigen” Preise (alle inkl. Versand mit Wunschdatum) erhaltet ihr die Säfte gut gekühlt zu einem Wunschliefertermin per DPD nach Hause geliefert. Auch die Zurücksendung der leeren Flaschen ist per DPD inklusive, wobei ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass die Dichte an DPD-Shops selbst in Hamburg nicht berauschend ist.

Gerechtfertigt werden die hohen, aber durchaus üblichen Preise mit dem Herstellungsverfahren: Die Säfte sind kaltgepresst, was die Vitamine (ähnlich wie bei Oliven) erhalten soll, zum anderen sind die Säfte per Hochdruck haltbar gemacht. Wegen des Hochdruck-Verfahrens kann man – leider – nicht auf Plastikflaschen verzichten. Wenn die Plastikflaschen aber wie beworben recycelt werden, kann ich damit leben.

Lieferung, Lieferumfang und erster Eindruck

Da ich ein paar Tage die Woche Home Office machen kann, war die Lieferung kein Problem. Kale & Me verschickt per DPD in einem sehr ordentlich gekühlten Paket. Bei mir kam das Paket vormittags. Wie es genau aussieht, wenn man die Lieferung verpasst, kann ich nicht sagen.

Der Lieferumfang der 3-Tages-Saftkur ist schon recht ordentlich. Wenn man die Saftkur zu einer Jahreszeit macht, die temperaturtechnisch ein Abstellen auf Balkon oder Terrasse unmöglich macht, sollte man ordentlich Platz im Kühlschrank einplanen. Immerhin 18 Flaschen müssen dann im Kühlschrank Platz finden.

Beiliegend findet ihr u. a. einen Kurbegleiter, in dem ihr euer Wohlbefinden an den Tagen der Saftkur eintragen könnt in Form vom Smileys und den Hinweis auf das Recycling-Konzept von Kale & Me. Die Plastikflaschen können per DPD Retourenschein direkt wieder zu Kale & Me geschickt werden.

Meine Erfahrungen mit der 3-Tage-Saftkur von Kale & Me

Da es schon derart viele Berichte im Netz gibt zu den einzelnen Tagen der Kur, fasse ich mich in dieser Hinsicht etwas kürzer. Viel Überraschendes kann ich in dieser Hinsicht auch nicht schildern. Ich habe die Saftkur am Wochenende von Samstag bis Montag ausprobiert, da ich vermutete, etwas “energieloser” durch die rein flüssige Ernährung zu werden und Sport habe ich in der Zeit der Kur auch nicht gemacht.

Ich habe mich während der Saftkur, in der ich alle zwei Stunden einen Saft getrunken habe, durchaus frisch und leicht gefühlt, kurioserweise vor allem am letzten Tag der Kur. Das Hungergefühl bzw. die Lust auf feste Nahrung hielt sich in der Zeit der Saftkur auch in Grenzen, wobei ich am zweiten und dritten Tag jeweils noch ein Suppe abends dazu gegessen habe (das ist übrigens explizit “erlaubt”). Bis auf einen durchweg flachen, blähungsfreien Bauch und das Gefühl der Leichtigkeit habe ich keine Veränderungen bemerkt – weder im positiven noch im negativen Sinne. Am Ende der Saftkur stellt aber in jedem Fall ein “geschafft”-Gefühl ein, auch wenn es in meinem Fall “nur” drei Tage waren.

Wie erwartet habe ich mich dann aber nach dem letzten Tag der Saftkur wahnsinnig auf feste Nahrung gefreut und konnte das Essen dann sehr genießen. Dies liegt wohl auch daran, dass die Säfte allesamt einen sehr dezenten Geschmack haben (dazu unten etwas ausführlicher), was m. E. ein merklicher Kontrast zu den typisch westeuropäischen Essgewohnheiten ist.

Wie schmecken die Säfte von Kale & Me?

Ich will hier auf die genaue Beschreibung aller Säfte verzichten, die auf so klangvolle Namen hören wie “Rosy Roots” oder “Catie Carrot” hören. Stattdessen will ich lieber einen Gesamteindruck geben. Gemein haben alle Säfte, dass sie – im Vergleich zu den Säften, die wir Zuhause in unserem Entsafter machen – alle relativ “wässrig” von der Konsistenz her sind. Das wird wohl dem Herstellungsverfahren herrühren. Für mich sehr angenehm. Stückchen sind in keinem Saft gewesen. Dennoch muss ich sagen, dass mir persönlich etwas der “Kick” fehlte, was wahrscheinlich aber auch daran liegt, dass die Säfte (z. B. mit Ingwer) einfach nicht so scharf sein dürfen, wenn man sie auf nüchternen Magen trinkt.

Geschmacklich waren die Säfte sehr unterschiedlich, was für die Motivation der Saftkur mit entscheidend ist. und es gab natürlich geschmackliche High- und Lowlights. Für mich eher Lowlight war der Saft mit der Nummer fünf mit dem Namen “Kalvin Kale”. Dieser Saft enthält neben Grünkohl, Gurke, Spinat, Apfel und Zitrone vor allen Dingen geschmacklich sehr dominanten Sellerie. Das ist Geschmackssache – meinen Geschmack hat es nicht getroffen.

Geschmackliches Highlight für mich war “Rosy Roots” mit Rote Beete, Karotte, Apfel, Zitrone und Ingwer. Hier war die Rote Beete mit den erdigen Noten recht dominant. Auch das ist natürlich absolute Geschmackssache – da ich aber Rote Beete auch sonst gern esse, passte mir der Geschmack ganz wunderbar.

Die Kompositionen der insgesamt sechs Säfte über die drei Tage der Saftkur ist immer gleich. Ich habe das Gefühl, dass morgens eher die säurehaltigeren Säfte auf dem Plan stehen mit Zitrusfrüchten, mittags und nachmittags Gemüsesäfte und abends noch einmal der sehr spezielle Saft “Amy Almond” mit Mandel, Dattel, Wasser und Salz quasi als Schlaftrunk.

Fazit zum Test

Eine Saftkur kann ein guter Start für eine Veränderung sein. Mir hat die 3-Tage-Saftkur von Kale & Me im Test – auch ohne Abnehm-Ambitionen – als Herausforderung für mich selbst gut gefallen. Die Säfte schmecken gut, wenn auch große geschmackliche Überraschungen ausbleiben. Dank der sinnvollen Zusammenstellung lässt sich der Tag gut überstehen. Wer einmal eine Saftkurs ausprobieren möchte, dem kann ich Kale & Me durchaus ans Herz legen, einzig der hohe Preis verbleibt als ernsthafter Kritikpunkt. Hier geht’s zum Shop vom Kale & Me.

Disclaimer: Kale & Me hat uns die Säfte kostenlos zum Test bereitgestellt. Wir sind weder verpflichtet über Kale & Me zu positiv berichten, noch erhalten wir für positive Berichterstattung eine Bezahlung. Der Artikel spiegelt unsere persönliche Meinung wieder.

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